Vampirwaschbaers Wahnsinn

3. Advent – Märchenspinnerei – Katherina Ushachov

Es ist 14 Uhr was bedeutet der 2. Teil vom 3. Advent ist jetzt für euch da. Viel Spaß damit.

„Zarin Saltan“ – von Katherina Ushachov

Ein begehrter Junggeselle. Drei Konkurrentinnen. Ein magisches Eichhörnchen.

Als die Slawistikstudentin Anna von ihren besten Freundinnen heimlich bei einer russischen Datingshow angemeldet wird, ahnt sie nicht, dass sie dort dem Kaviarzar Viktor begegnet. Ganz überraschend wählt er sie aus und Anna ist damit nur einen Schritt entfernt von einem Leben wie im Märchen. Doch Neid und Missgunst lassen den Traum bald zum Albtraum werden und sie braucht jede Hilfe, die sie bekommen kann. Selbst wenn diese magisch ist und die Helfer merkwürdig anmuten.

„Zar Saltan“ in neuem Gewand – Im 8. Band der Märchenspinnerei erzählt Katherina Ushachov die altbekannte Geschichte von Feindschaft, Eifersucht und Oberflächlichkeiten in einem modernen Setting neu und lässt dabei jene Figur zu Wort kommen, die im Original untergeht: die Zarin.

Fragen der Figuren an die Autorin

  1. Anna fragt: Für diejenigen, die russische Märchen nicht so gut kennen, könnte deine Geschichte auch nach einer Aschenputtel-Adaption klingen – gibt es da für dich auch im Original Parallelen?

Nein. Um ehrlich zu sein, kein bisschen. Aschenputtel nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie bekommt zwar Hilfe von der Patenfee/dem Zauberbaum (je nach Version), aber im Grunde genommen ist es ihr eigener Entschluss, auf den Ball zu gehen und mit dem Prinzen zu tanzen. Und es ist ihre eigene Schüchternheit, die dafür sorgt, dass sie sie sich dem Prinzen erst nicht zeigen will, als er mit dem Schuh daherkommt.
In Puschkins Original dagegen hat die Zarin genau einmal etwas selbst entschieden – als sie beim Träumen zu Beginn des Märchens angibt, dem Zarin einen Recken zu gebären, sollte er sie (vollkommen hypothetisch) heiraten. Danach hat sie kein Selbstbestimmungsrecht mehr, es wird über sie bestimmt und über sie hinweg intrigiert. Erst am Ende der Geschichte sind Zar und Zarin vereint – was die Versfassung auslässt. Nur in der Trickfilmfassung sieht man, wie sie, hübsch wie eh und je, die Treppe zu ihrem Zaren herabsteigt.
Also… ich habe deiner Figur ein wenig von Aschenputtels Tatendrang mitgegeben, weil ich die passive und stumme Rolle der Original-Zarin nicht ertragen habe.

  1. Viktor fragt: Meine Figur bekommt durchaus einige Klischees ab, die man von außen als ›typisch russisch‹ bezeichnen könnte – was war für dich die Motivation für diese vielleicht etwas überspitzte Darstellung?

Das ist tatsächlich sehr interessant … Auf den ersten Blick habe ich natürlich einen Klischee-Russen geschaffen. Nicht zuletzt, weil einige Teile des Klischees durchaus real sind – Trauerverarbeitung ist was für Weicheier, „echte Männer“ saufen sich ihren Kummer weg und haben anschließend zu funktionieren.
Gerade wenn man selbst ungefähr Jahrgang 80-85 ist und die Eltern somit mindestens Jahrgang 60 oder früher, ist die männliche Sozialisierung im russischen Sprachraum tatsächlich so toxisch, wie im Roman dargestellt.
Mit anderen Worten: Das Klischee entspricht für die demografische Schicht schlicht der Realität und ich wollte zeigen, dass man aus diesem Trott durchaus auch ausbrechen kann – wenn man will. Letzten Endes müssen ja beide Figuren an sich arbeiten.
Ich habe allerdings ein paar kleine Brüche eingebaut und frage mich, ob sie jemandem aufgefallen sind. Wenn man sich ein bisschen mit der Sowjetunion auskennt, wird man feststellen, dass eine in den 60ern oder früher geborene Frau namens Ida so gut wie immer eine Jüdin ist. Dein Patronym ist „Achmedowitsch“, der Vater heißt also Achmed. Du selbst bist russisch orthodox getauft. Was genau ist da passiert?
Das deutet unter all dem Klischee eine ziemlich komplexe Familiengeschichte an, die sowohl vom Völkerschmelztiegel der Sowjetunion, als auch von Antisemitismus, der daraus folgenden Selbstverleugnung und dem sich lockernden Religionsverbot in den 80ern erzählt.
Eine Familiengeschichte, die wiederum gar nicht so untypisch ist.

 

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10 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    „Zarin Saltan“ – von Katherina Ushachov habe ich gerne schon gelesen und fand die Entwicklung und Alles dazu sehr interessant und spannend.

    Das Original kommt aus Russland.

    Also bitte für die große Verlosung am Ende werten ..Danke..schönen 3.Advent..LG..Karin..

  2. Hallo und auch hier ein großes Dankeschön für den schönen Beitrag und die tolle Aktion! Zur Frage: Das Original kommt aus Russland.

    Liebe Grüße
    Katja

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