Vampirwaschbaers Wahnsinn

Thementag – Gretel – Kulturelle Vielfalt auf einem Raumschiff

Kulturelle Vielfalt – Wie leben Spezien mit Personenstatus auf einem Raumschiff?

212 Spezies
318 Planeten
266 Milliarden Lebewesen

So kann man sich die Welt, die C.R. Schmidt in Gretel erschaffen hat, vorstellen.
Ein wenig wie die Erde, nur eben im Weltall, aber mit der selben Problematik wie auch auf unserem Planeten. Verschiedene Sprachen, Kulturen und Einstellungen.
Nehmen wir zum Beispiel mal Jahns Zimmergenossen Dr. Floss Thorroht. (Zitatanfang) „Sein Exo bestand aus mechanischen Beinen, die einen Zylinder mit brauner Flüssigkeit trugen. In eben diesem Befand sich der Wissenschaftler.“ (Zitatende) Ihr könnt euch vorstellen, dass die Kommunikation dadurch doch schwierig ist. Denn die menschliche Sprache beherrscht diese Spezies nicht. Sie verständigen sich mit Pantomime und Vibrationen. Unter Wasser kann man natürlich nichts hören. Stellt euch diese Spezies also irgendwie taub vor. Wobei man die Sprache auch nicht mit der Gebärdensprache vergleichen kann, die wir kennen. Ohne einen Exo wäre unser Dr. Floss also leicht aufgeschmissen auf der Gretel.

Weitere sprachliche Unterschiede

„Lass das mit dem Sie bitte gleich sein. Menschliche Kultur ist zwar eines meiner Forschungsgebiete, aber den Mist mit euren Höflichkeitsformen werde ich nie verstehen.“

Hillot, der wissenschaftliche Srim, der die Vorkriegszeit der Menschen erforscht, sieht das mit den Höflichkeitsformen also genau wie ich. Sie sind seltsam und sinnlos.

Stellt euch einfach mal vor, die Sprache, wie wir sie kennen, existiert nicht. Wie soll ein Insektenwesen auch menschliche Worte formen? Da ist es gar nicht möglich, dass solche Spezies unser Laut – und Buchstabensystem umsetzen können. Biologisch ist das also vorne und hinten nicht realisierbar.
Die Exos sind daher ein wichtiger Bestandteil in dieser Gesellschaft. Denn wie soll man kommunizieren, sich bewegen oder sonst etwas, wenn man von der Beschaffenheit her so komplett anders ist, als das, was wir auf der Erde kennen? Jeder Exo kann so angepasst werden, dass er seinem Besitzer ein abgerundetes Erlebnis bieten kann. Floss und andere Spezies können somit kommunizieren, auch wenn der Exo gewisse Wörter erst noch lernen muss. Je öfter man ein Wort sagt, desto eher wird es in den Sprachgebrauch eingepflegt. Sehr schlaue Teilchen also.

Politik zwischen 318 Planeten

Die Allianz verbindet viele Planeten. Auch solche, die technologisch noch gar nicht so fortgeschritten sind. In dem Fall stellt die Allianz alles zur Verfügung, was sie haben, damit der Planet weiterentwickelt werden kann. Dafür muss man der Allianz aber auch beitreten. Technologie gegen den kompletten Planeten, der dann natürlich auch bei einigen Vorhaben helfen muss, zum Beispiel zu militärischen Zwecken. Der Großteil der Planeten wird dazu natürlich ja sagen. Die Allianz ist ein politisch starkes Gebilde, das durchaus Vorteile bietet. Wer allerdings keine Lust darauf hat, kann aussteigen und mit der Allianz handeln. Die Technologie der Allianz erhält man dann zwar immerhin nicht, aber man kann sich mit eigenen Rohstoffen und Wissen Teile davon erschließen.

Dann gibt es da die Zud-Zudur. Ein kriegerisches Volk, das nur an Fressen denkt und die Technologie die Allianz gegen sie nutzt. Irgendwo verständlich, denn Krieg regiert nun mal auch das Weltall und die Allianz ist nicht immer nur glänzend wie Gold, sondern vielleicht auch problematisch oder korrupt, wie im Buch angedeutet wird. Das merkt man zum Beispiel daran, dass dann doch unsere menschliche Denkweise, unsere Sprache und einiges andere übernommen wurde und anderen Lebewesen einfach so aufgezwungen wird.

Eine andere Sichtweise

Alles in allem zwingt Gretel seine Leser, sich nicht immer nur an das zu klammern, was sie für selbstverständlich halten. Man soll aus seiner Komfortzone herausgehen und sich anschauen, wie andersartig das Leben sein kann, und zwar auch in Sachen Kultur. Darüber hinaus soll sich einmal vorgestellt werden, wie bunt das Leben doch sein kann, wenn so viele unterschiedliche Wesen zusammen arbeiten und leben. Eine andere Sichtweise zu bekommen kann wirklich interessant sein, und Gretel hilft dabei zweifellos.

Ein Kommentar

  1. Hallo und guten Tag,

    das ist ja mal wirklich ne abgefahrene Geschichte oder?
    Auch der Name …Gretel….ist schon komisch oder?

    LG..Karin..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.