Vampirwaschbaers Wahnsinn

Novemberkalender Türchen 28 – Tatjana Zanot + Gewinnspiel

Heute hinter dem 28. Türchen hat Tatjana Zanot (Facebook-Seite) für euch gefüllt. Damit ihr ein wenig Ahnung habt, gibt es hier erst mal den Klappentext von „Aufbruch nach Sempera“.

Die sechzehnjährige Daisy Demerath ist nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter. Während ihre früheren Klassenkameradinnen Listen schreiben, mit welchen Stars sie ins Bett gehen würden, führt sie eine Liste mit ihren persönlichen Worst-Case-Szenarien. Seit drei Jahren hat sie nicht mehr das Haus verlassen. Eines Abends jedoch muss sie vor die Tür treten, um den Müll nach draußen zu bringen, und gerät prompt in Schwierigkeiten. Wenn sie gewusst hätte, welches Abenteuer auf sie wartet, wäre sie vermutlich drinnen geblieben – und wäre nie in eine Parallelwelt hineingeraten, in der Gestaltwandler ihr Unwesen treiben.

Jetzt viel Spaß mit dem Interview.

 

Interview mit einem Gänseblümchen

von Liana Opincariu

Sie sitzt unscheinbar in einem roten Sessel im Foyer. Das Hotel am Hannover Hauptbahnhof hat sie sich ausgesucht. Es ist nobel, aber wir können in einer annähernd privaten Nische sitzen, was ihr wohl zugutekommt. Ihr weißblondes Haar ist kurz geschnitten, unter ihren Augen befinden sich dunkle Ringe. Sie ist nicht geschminkt, trägt ihren Wintermantel sogar im beheizten Foyer, und etwas in ihrem Blick lässt mich unwillkürlich die Luft anhalten.

LO: Guten Tag, Frau Demerath. Mein Name ist Liana Opincariu und ich bin freie Journalistin im USM. Wissen Sie, was das ist?

DD: Ich denke, Sie erklären es mir gleich.

LO: Das ist die University of Science and Magic.

DD: Naheliegend …

LO: Genau … Wie auch immer. Was halten Sie von der neuen Entdeckung?

DD: Mit neuer Entdeckung meinen Sie, dass Anutandie entdeckt wurde?

LO: Ja, genau das hab ich ja gesagt. Allerdings hab ich die Information erhalten – Wo hab ich denn das Infoschreiben? Ah, hier – dass der Name des neuen Planeten RO2 lautet.

DD: Das ist ja wieder einmal typisch. Ihr Menschen gebt Dingen neue Namen, ohne vorher zu fragen, ob diese Sache vielleicht nicht schon einen Namen hat. Ihr hinterfragt nicht einmal, ob diese ’neue Sache‘ wirklich so neu ist. Zu ihrer Informationen: Anutandie existiert mindestens schon so lange wie die Erde. Es sind quasi Zwillinge, wenn man so will, und beide Welten sind voneinander abhänging. Sie halten sich gegenseitig am        Leben. Geht es der einen Seite schlecht, kann es der anderen nicht gut gehen. Nur deshalb konnte dieser bescheuerte Professor Anutandie entdecken!

LO: Okay, also halten Sie nicht viel von der Entdeckung …

DD: Ganz und gar nicht! Wir waren nur leider alle zu beschäftigt, um das gehäufte Vorkommen von Weltentoren zu bemerken. Und als die ersten Menschen rüber wanderten, war es schon zu spät. Wenn es nur ein paar gewesen wären, hätte man sie vielleicht zum Schweigen bringen können … Aber dieser Professor Ihrer USM war viel zu neugierig! Während wir also mit Krieg-spielen beschäftigt waren, spazierte er fröhlich herum und konnte … Sie wissen ja, was er konnte.

LO: Für die Menschen auf der Erde ist es eine große Sache. Wir alle haben doch insgeheim auf Leben im All gehofft, aber das es so nah ist..

DD: Wir sind keine Aliens! Sehe ich aus wie ein Alien?

LO: In der Tat – nein. Was mich zu meiner nächsten Frage bringt. Warum sehen die Bewohner Anutandies uns so ähnlich?

DD: Vielleicht sehen die Bewohner der Erde ja uns ähnlich?

LO: Was?

DD: Schon gut. Im Prinzip sind wir alles Menschen, nur unterschiedlicher … Arten, sozusagen. So wie es die stolzen Araber gibt, gibt es auch die trittsicheren Isländer oder die majestätischen Andalusier.

LO: Sprechen Sie gerade über Pferderassen?

DD: Ähm, natürlich, was dachten Sie denn?

LO: Gestern fand am Brandenburger Tor eine Demonstration statt. Knapp 5000 Berliner befürchten nun, dass Flüchtlinge aus RO2 – Anutandie, meine ich – zu uns kommen könnten. Was sagen Sie dazu?

DD: Das ist Schwachsinn. Ich kann jetzt nur von den Lasins sprechen, aber von denen möchte keiner herkommen. Die Luft auf der Erde ist viel zu stickig, sagen wir es mal so.

LO: Was sind Lasins?

DD: Eine andere … Art, sozusagen. Menschen, die sich in Tiere verwandeln können.

LO: In … Tiere?

DD: Nicht in ein x-beliebiges. Jeder hat seine genetisch bedingte Tiergestalt. Ich würde es Ihnen ja vormachen, aber hier sind zu viele Menschen, die dann vermutlich panisch wegrennen würden.

LO: Was ist denn Ihre Tiergestalt?

DD: Ein weißer Tiger.

LO: Oh Mensch, da haben Sie es ja fast an die Spitze des Tierreichs geschafft!

DD: Ja, haha, ganz fast hab ich das wohl geschafft.

LO: Wie sind Sie hergekommen?

DD: Durch ein Weltentor. Die tauchen ja momentan an jeder Straßenecke auf.

LO: Sie klingen verbittert.

DD: Früher waren Weltentore launischer. Ich musste einmal drei Monate auf eines warten! Jetzt stehe ich morgens in Sempera auf, treffe mich zum Mittag mit meiner Pflegemutter in Hannover und bin am Abend wieder zurück in Sempera. Wäre es nicht so besorgniserregend, wäre es vorteilhaft.

LO: Was meinen Sie mit ‚besorgniserregend‘?

DD: Also, stellen Sie sich die Planeten wie Zwillinge vor. Anutandie und die Erde brauchen einander zum überleben. Das sagte ich ja schon. Durch die Weltentore konnte in all den Millionen von Jahren ein gewisser Austausch von Mikroorganismen stattfinden. Unsere Meister haben in den letzten Jahren die Theorie entwickelt, dass die Planeten so eine Art Frühwarnsystem haben. Ich hab mir ihre Aufzeichnungen der letzten dreihundert Jahre angeschaut und festgestellt, dass in den Jahren der Industrialisierung auf der Erde, der natürliche  Heilungsprozess der Ökologie von Anutandie zugenommen hat. Wälder haben sich viel schneller ausgebreitet, als üblich. Wir glauben, dass die Zahl der Weltentore deshalb so enorm geworden ist, weil die Erde versucht, ihren Ballast an Anutandie weiterzugeben. Geteiltes Leid ist halbes Leid, wenn Sie so wollen.

So kann es aber nicht funktionieren. Ein guter Freund von mir, Kapitän Polar, hat letztens in seinem Fischernetz Plastikflaschen gefunden – in einer Welt, wo nicht einmal Plastik produziert wird!

LO: Mhm. Aber dann ist dieses Frühwarnsystem doch ganz gut und die Planeten retten sich selbst.

DD: Ich glaube, Sie verstehen das Problem nicht. Die Menschen auf der Erde müssen ganz dringend ihr Konsumverhalten verändern, sonst haben sie am Ende zwei Planeten auf dem gewissen. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem es kein Zurück gibt – wenn dieser Punkt nicht schon längst überschritten ist.

 

Seid ihr neugierig geworden? Ich bin es schon und ihr habt die Möglichkeit das eBook „Aufbruch nach Sampera“ zu gewinnen.

Was ihr dafür tun müsst?

Einfach die Frage bis zum 30.11.2018* hier oder auf Facebook als Kommentar beantworten.

Was ist die Tiergestalt von Daisy Demerath (DD)?

Die Gewinner werden hier und auf Facebook am 02.12.18* bekannt gegeben und sollten sich innerhalb von 3 Tagen bei mir melden, ansonsten wird neu ausgelost.

Das Rechtliche:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Ich übernehme keine Haftung bei Postverlust – Ihr erklärt euch damit einverstanden, dass eure Daten eventuell an den Sponsor des Gewinnspiels weiter gegeben werden
  • Postanschrift in Deutschland haben (zählt nicht bei reinen EBook Gewinnspielen)
  • Seid 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern, das ihr eure Daten rausgeben dürft.

*Änderungen vorbehalten

 

12 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke für das interessante Interview …sie ist ein weißer Tiger….
    Wie cool habe selber schon mal einen im Zirkus bewundern dürfen…ist aber schon viele Jahre her.

    LG..Karin..

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