Vampirwaschbaers Wahnsinn

Novemberkalender Türchen 13 – Saskia Stanner + Gewinnspiel

Heute ist das 13. Türchen aufgegangen und Saskia Stanner hat eine Geschichte für euch da gelassen von Jenni und ihren Freunden. Und auch Keksrezept ist dabei und ein Gewinnspiel. Ach und falls ihr euch fragt wer Jenni ist, Jenni ist die Protagonisten aus „Excaliburs Vermächtnis“.

„Dylan, Finger weg von dem Teig!“

Lachend beobachtete ich das Schauspiel, das sich mir in der Küche bot. Da ich noch in die Uni musste, hatte ich Dylan und Stella mit dem Plätzchenteig und genauen Anweisungen zurückgelassen. Eine anscheinend nicht so gute Idee, wie ich jetzt feststellte.

Die Küche, die ich wohlgemerkt blitzsauber hinterlassen hatte, war mit leichtem weißem Staub bedeckt. Fast wirkte es wie ein kleines Winterwunderland, aber es wäre schöner, wenn es draußen so aussehen würde, und nicht im Haus.

„Euch kann man aber auch gar nicht allein lassen“, meinte ich kopfschüttelnd und nahm Stella den Kochlöffel aus der Hand, mit dem sie gerade leicht auf Dylans Finger geklopft hatte.

„Er isst immer den Teig“, beschwerte meine Mitbewohnerin sich. „Wenn Dylan so weitermacht, bleibt nichts mehr für die Plätzchen übrig.“

„Jetzt tu doch nicht so“, verteidigte Dylan sich. „Wie oft hast du denn schon einen Löffel von der Konfitüre im Mund gehabt. Das ist so überhaupt nicht hygienisch.“

Am liebsten hätte ich in diesem Moment die Arme über dem Kopf zusammengeschlagen. Das konnte doch nicht wahr sein. Mein Weihnachtsbacken mit Grandma Tilly war da deutlich entspannter und vor allem geregelter verlaufen.

„Ich ziehe mich jetzt um und dann will ich, dass ihr zumindest das Mehlchaos beseitigt habt.“ In meiner Stimme klang ein gewisser befehlshabender Ton mit, aber anders konnte ich das Problem wahrscheinlich nicht lösen. Hier musste ich mit Disziplin durchgreifen, damit meine Plätzchen für zuhause überhaupt noch in den Ofen kamen. Mein Blick fiel auf besagtes Gerät. „Sagt mal, hatte ich euch nicht gesagt, dass ihr den Ofen anmachen sollt, wenn ihr den Teig aus dem Kühlschrank holt?“

Die beiden senkte die Blicke. „Ähhh …“ Schnell eilte Dylan zum Ofen und stellte die von mir in meinem Rezept festgehaltene Temperatur ein. „Das muss uns wohl in unserem Eifer entfallen sein.“

Während ich in meinem Zimmer gemütliche Kleidung anzog, erinnerte ich mich an letztes Jahr, als ich noch mit Grandma Tilly die Weihnachtsplätzchen gebacken hatte. Der Brief an sie lag unübersehbar auf meinem Schreibtisch. Ob ich wohl dieses Mal eine Antwort erhalten würde? Bei meinem nächsten Besuch zuhause musste ich sie auf jeden Fall besuchen. Backen war einfach nicht das gleiche ohne sie.

Zu meiner Überraschung hatten Stella und Dylan es wirklich geschafft, das Mehl auf Boden und Theke wegzuwischen. Nur auf Dylans schwarzem T-Shirt ließen sich noch Spuren davon finden, aber da würde wahrscheinlich nur Waschen helfen.

Als erstes drückte ich Dylan den kleinen Teelöffel in die Hand und schnappte mir selbst das Messer zum Teig zerteilen. „Wenn du das Gelee einfüllst, kannst du zumindest keinen Teig mehr naschen“, sagte ich nur, als er eine Schnute zog. „Die Plätzchen sind für die Weihnachtsfeier geplant und nicht nur für deinen Magen.“

Grummelnd stellte er sich an die dritte Position unserer Kette. Unter meinen Argusaugen erledigten wir die Arbeit erstaunlich schnell und vor allem mussten Dylans Finger nicht mehr unter Stellas Kochlöffel leiden.

Als langsam der Duft von frisch gebackenen Plätzchen die Küche erfüllte, schloss ich die Augen. Sofort fühlte ich mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt. Damals waren wir beim Plätzchen backen auch noch zu dritt gewesen: Grandma Tilly, Adam und ich. Weihnachtslieder im Radio und verschiedene Bleche voller Köstlichkeiten im Ofen hatten meine Weihnachtszeit immer erst so richtig eingeläutet.

„Musst du wirklich alle Plätzchen für die Weihnachtsfeier bei dir zuhause mitnehmen?“ Dylans Augen waren groß geworden und wanderten immer wieder zu dem ersten Blech, das schon zum Auskühlen auf der Theke stand.

Eigentlich zählten meine Eltern darauf, dass ich Plätzchen mitbrachte. So war es die letzten Jahre immer gewesen. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wann Mum das letzte Mal selbst welche gebacken hatte.

So groß ist deine Familie nicht, Jenni. Ich atmete langsam aus. „Na gut, ein Blech könnt ihr essen.“

Dass dieses eine Blech bis zum Abend weg war, musste ich wohl nicht erwähnen. Aber die beiden sprachen in den nächsten Tagen durchgehend mit glänzenden Augen über die Husarenkrapfen und das war es doch, was an Weihnachten zählte: Anderen Menschen eine Freude bereiten.

Rezept:

Zutaten:
250g Butter
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
375g Mehl
Johannisbeergelee zum Einfüllen (oder allgemein irgendeine Konfitüre)

Die Zubereitung:

Mehl, Zucker und Vanilinzucker auf eine Holzfläche geben und eine kleine Mulde machen. Da kommen dann die Butter und die Eier rein. Dann alles schön verkneten. Das hat mir damals als Kind immer am meisten Spaß gemacht. Kneten, bis alle Zutaten gut zusammenhalten und nichts bröselt. Dann in den Kühlschrank und einige Stunden kalt stellen.

Wir haben nie wirklich auf die Uhr geschaut, wie lange der Teig im Kühlschrank sein musste, aber so zwei Stunden würde ich schon sagen. Macht dazwischen einfach irgendwelche anderen Arbeiten oder bereitet den Teig schon am Vorabend vor, dann könnt ihr direkt mit dem spannenden Teil loslegen.

Wenn ihr den Teig aus dem Kühlschrank nehmt, stellt am besten gleich den Ofen auf 190 Grad ein, dann kann der schon mal warm werden, während ihr die Kugeln dreht.

Kugeln drehen ist dann auch schon das richtige Stichwort. Schneidet Backpapier zurecht und nehmt euch einen Teil des Teigs. Formt den in dünne Rollen. Das geht mit der Hand am besten. Sobald die Rollen etwa fingerdick sind, etwa 2cm breite Stückchen abschneiden und daraus Kugeln formen, die ihr dann auf das Backpapier legt.

Nehmt dann einen Kochlöffel, tunkt ihn in Mehl ein und drückt in die Mitte der Kugel eine kleine Vertiefung. In die füllt ihr dann das Gelee eurer Wahl.

Jetzt können die Husarenkrapfen für 10-12 Minuten in den Ofen.

Wenn ihr sie rausholt, bisschen abkühlen lassen und dann die Vertiefung nochmal mit Gelee nachfüllen. Die wird euch sicher etwas eingehen, während des Backens.

 

 

Habt ihr jetzt auch langsam Lust auf Kekse und backen? Ich schon, aber vorher könnt ihr ja bei Saskia auf der Facebook Seite vorbei schauen und beim Gewinnspiel mitmachen. Heute könnt ihr ein Goodie Paket gewinnen mit einem eBook und nochmal 4 eBooks ohne Goodies.

Was ihr tun müsst?

Einfach die Frage bis zum 15.11.2018* hier oder auf Facebook als Kommentar beantworten.

Wie viele Bleche kann Jenni ihren Freunden überlassen? Wenn ihr mögt nennt uns doch auch gerne eure Liebsten Weihnachtskekse.

Die Gewinner werden hier und auf Facebook am 17.11.18* bekannt gegeben und sollten sich innerhalb von 3 Tagen bei mir melden, ansonsten wird neu ausgelost.

Das Rechtliche:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Ich übernehme keine Haftung bei Postverlust – Ihr erklärt euch damit einverstanden, dass eure Daten eventuell an den Sponsor des Gewinnspiels weiter gegeben werden
  • Postanschrift in Deutschland haben (zählt nicht bei reinen EBook Gewinnspielen)
  • Seid 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern, das ihr eure Daten rausgeben dürft.

*Änderungen vorbehalten

 

13 Kommentare

  1. Ein Blech überlässt sie netterweise ihren Freunden !

    Ich wäre ganz entzückt , wenn es mit diesem mega tollem Gewinn hier glückt ! Darum hüpfe ich 1 – 2 – 3 – in den Lostopf rein ! ? Wir würden uns sehr freuen ? und drücken gaaaaanz doll alle Daumen !

  2. Hi,

    schöner Beitrag.

    Ein Blech kann Jenny ihren Freunden überlassen.

    Meine liebsten Weihnachtsplätzchen. Spritzgebäck. ????.

    Und Mandelsplitter.

    Liebe Grüße

    Tanja

  3. Hallo,
    was für ein Chaos *lach*
    Ein Blech können sich die Freunde aber noch erschnorren 😉
    Da ich es mit Keksen nicht so habe (wegen des Mehls) greife ich zu Florentinern, die werden ohne Mehl gemacht. Oder glutenfreier Elisenlebkuchen.
    LG Christina P.

  4. Wow das wirkt echt super lecker! Freue mich so darauf bald endlich wieder Plätzchen zu backen und natürlich zu essen.
    Und Jenni kann ihren Freunden ein Blech hinterlassen 🙂
    Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.