Vampirwaschbaers Wahnsinn

Nikolaus mit Pia Hepke und Wintermagie

Ich wünsche euch einen wundervollen Nikolaus und hoffe ihr hattet was in eurem Schuh. Falls nicht hab ich was für euch. Auch wenn ihr was hattet dürft ihr natürlich bleiben und lesen. 😉

Pia Hepke hat euch aus ihrem Buch „Wintermagie: Schneeflockenküsse und Sternenstaub“ einen kleinen Ausschnitt da gelassen.

 

Ein Schreck fuhr mir in die Glieder. Er hatte einen dicken, weiten Mantel getragen. Wer wusste schon, was er darunter versteckte. Heutzutage musste man ja mit allem rechnen, sogar hier oben im Nirgendwo konnte ein Verrückter mit der Axt vor der Tür stehen. Oder einer Kalaschnikow!
„Scheiße!“ Mit einem vernehmlichen Rumms fiel die Haustür hinter mir ins Schloss, während ich dem verdächtigen Subjekt hinterher eilte. Der Kerl konnte doch nicht einfach so hier hereinspazieren, nur weil es ihm gerade so passte!
Halb erwartete ich, dass er meine Eltern bereits in die Ecke gedrängt hatte und mit einem irren Grinsen auf dem Gesicht die Axt — dieses Element je nach Szenario bitte beliebig austauschen — vor ihnen hin und her schwang. Oder weniger creepy mit gezückter Waffe alle Wertsachen einforderte.
Ja, meine Fantasie war manchmal etwas übersprudelnd und ich nahm schnell das Allerschlimmste an, aber dagegen konnte ich nichts tun.
Kein Wunder also, dass ich erst einmal mit leicht geöffnetem Mund in der Tür stand, als ich den Fremden gemütlich am Tisch sitzen sah, wie er sich Tee einschenken ließ. Wo war ich hier? Bei der Teeparty des verrückten Hutmachers, oder was?
„Mama“, hob ich mahnend an und wollte ihr bereits eine Predigt halten, dass sie nicht einfach so Wildfremde zum Tee einladen konnte.
„Ach, Schatz, steh doch da nicht rum, sondern setz dich. Nikolas hat sich dir ja bestimmt schon vorgestellt.“ Das verschlug mir erst einmal die Sprache.
Nikolas? Der gruselige Axtmörder hatte also einen Namen?
„Aber Frau Winter, ich sagte doch, Sie können mich Nick nennen“, antwortete dieser mit einem so zuckersüßen Lächeln, das ich allein schon vom Hinsehen einen Zuckerschock bekommen könnte.
Ich räusperte mich vernehmlich. „Ähm, was ist hier los?“
So lange hatte ich ihn doch gar nicht mit meinen Eltern allein gelassen, dass sie nicht nur schon beim Vornamen, sondern bereits beim Spitznamen waren!
„Es scheint so, dass Nick hier“, mein Vater zeigte mit einer wohlwollenden Geste auf ihn, was mir gar nicht gefiel, „das Haus ebenfalls für diese Woche gemietet hat.“
„Aha?“ Das konnte ja jeder behaupten. „Dann würde ich sagen, rufen wir an und klären das. Kann ja nicht sein, dass die ihre Häuser an mehrere Leute gleichzeitig vermieten.“
Meine Mutter erhob sich, während ich Nikolas nur böse aus zusammengekniffenen Augen anfunkelte, was der geflissentlich ignorierte. Wie ich es hasste, wenn tötende Blicke nicht töteten, weil der Betroffene einfach nicht sterben wollte. Ja, so weit war es mit mir gekommen, jetzt wünschte ich mir bereits Supermanns Laserblick, um wildfremde Leute kaltzumachen. Ich war echt auf dem besten Weg, eine gute Psychopathin zu werden. Nur weiter so, Susi.


„Das übernehme ich. Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht geregelt bekämen.“ Und schon wuselte Mama davon. So wie ich sie kannte, hatte sie alle Unterlagen und Telefonnummern eingepackt und brauchte sie bloß hervorzukramen. Ich an ihrer Stelle hätte erst einmal im Internet gegoogelt. Bei mir herrschte stets Chaos. Aber das hieß noch lange nicht, dass ich alles glaubte, was man mir erzählte. Nein, das ganz bestimmt nicht mehr! Diese Lektion hatte ich gelernt; fürs Leben.
Wie einem gefährlichen Tier näherte ich mich diesem Nikolas nur sehr langsam und vorsichtig, ließ ihn dabei keine Sekunde aus den Augen und nahm schließlich am äußersten Ende des Tisches Platz. So weit weg, wie irgend möglich.
Papa schob ihm währenddessen den Teller mit den Keksen hin. Jetzt fütterten wir ihn auch schon durch? Was kam als Nächstes? Er durfte bleiben und bekam sein eigenes Bett? Oder nein, viel besser! Wir machten es à la Schneewittchen. Wer hat aus meinem Becherchen getrunken, wer von meinem Tellerchen gegessen und wer schläft in meinem Bettchen? Grandiose Idee! Nicht?
Am liebsten hätte ich diesem Eindringling einen kräftigen Schlag auf die Finger verpasst, als er nach einem Keks griff. Ausgerechnet die mit Schokolade, die ich besonders gern mochte.
Mit verschränkten Armen saß ich da und machte mit Sicherheit ein äußerst griesgrämiges, mindestens leicht angesäuertes Gesicht. Mein Vater unterhielt sich währenddessen prächtig mit dem Bittsteller am Tisch, hielt sich seinen runden Bauch und lachte so herzhaft, dass sein Schnurrbart bebte, als wolle er losspringen und zwischen den Teetassen umher tanzen.
Ich versuchte, die abstrusen Gedanken aus meinem Kopf zu verjagen und weder nervös mit dem Fuß aufzutippen, noch die Finger ungeduldig auf die Tischplatte trommeln zu lassen. Irgendwann schaltete ich das Gespräch der beiden vollkommen aus und horchte bloß auf meine Mutter. Die müsste doch so langsam mal mit ihrem Telefonat fertig sein, oder nicht?
In diesem Moment betrat sie wie auf Bestellung das Wohnzimmer und das Gespräch der beiden Männer verstummte. Ich hatte ja sowieso nicht zugehört.
„Und?“ Erwartungsvoll sah ich sie an.
„Ja, also es ist ja kurz vor Weihnachten und das Büro war zwar noch besetzt, aber sie konnte mir auch nur sagen, dass da wohl ein Buchungsfehler vorliegt, fragte sich allerdings auch, wie das hatte passieren können. Aber Nikolas scheint die Wahrheit zu sagen, da er ebenfalls für die Zeit vor Weihnachten eingetragen ist.“ Meine Mutter hob entschuldigend die Schultern, als sie meinen Blick bemerkte, der wohl ziemlich vorwurfsvoll aussehen musste.
„Das heißt also, sie haben die Hütte zwei Mal vergeben. Na ja, das kann vorkommen. Aber wie lösen wir nun das Problem?“ Papa fuhr sich über den Schnäuzer und schüttelte nachdenklich den Kopf.
„Die Dame meinte, dass sie jetzt auch losmüsse, Feierabend, und wir uns ansonsten um ein Hotelzimmer bemühen sollen. Allerdings glaubt sie nicht, dass wir da viel Glück hätten. Es ist eben kurz vor Weihnachten.“
„Was für eine unhöfliche Frau“, murrte ich. Und die bekam auch noch Geld für diese Arbeit?
„Na ja, weil sie damit wohl recht haben dürfte und es ja schon spät ist. Also da dachte ich …“ Mama warf einen Blick in die Runde.
„Nein“, sagte ich.
„Aber …“
„Mama nein. Nein, nein, nein. Denk nicht mal dran.“ Ich stand auf und hob mahnend den Zeigefinger, gleichzeitig schüttelte ich entschieden den Kopf und machte einen Schritt auf sie zu. Aber es war bereits zu spät, sie hatte längst dran gedacht, was so gut wie mit entschieden gleichzusetzen war. Die Entscheidung war also gefallen, egal wie strikt ich dagegen sein würde.
„Nein“, versuchte ich es dennoch ein letztes Mal.
„Aber Schatz, wir können ihn doch nicht auf die Straße setzen.“
Ich zog das durchaus in Erwägung und wüsste auch gar nicht, was dagegensprechen sollte. Wir konnten ihn genauso wenig einfach hier einquartieren, wir wussten überhaupt nichts über ihn!
„Mama!“, protestierte ich.
„Susi, was ist denn los mit dir?“
Oh, nein. Wenn Papa sich einmischte, hatte ich verloren.
„Aber …“ Hilflos sah ich zwischen den beiden hin und her. Verdammter Mist!
Mit verschränkten Armen ließ ich mich wieder auf meinen Platz plumpsen. Am liebsten hätte ich mit dem Fuß aufgestampft. Eltern!

 

Seid ihr auch Neugierig geworden? Oder mögt ihr noch mehr wissen? Dann hier noch der Klappentext für euch:

Mit gebrochenem Herzen und erschüttertem Vertrauen ist es schwer, noch an so etwas wie Magie zu glauben. Susi jedenfalls hat etwas vollkommen anderes im Sinn, als ihren Glauben an den Weihnachtsmann wieder aufleben zu lassen. Gemeinsam mit ihrer Familie will sie die Vorweihnachtszeit in einer abgelegenen Waldhütte mitten in den Bergen verbringen. Entspannen, erholen, vergessen.
Der Fremde, der plötzlich vor der Tür steht, hat da jedoch andere Pläne. Zwar bleibt der von Susi anfangs befürchtete Mord durch eine Axt aus, aber los wird sie ihn trotzdem nicht. Bis Weihnachten will er bleiben. Sechs Tage auf engstem Raum bringen nicht nur Tränen und Wut, auch ungewollte sowie verlorene Erinnerungen und einen Hauch von Magie.
Weihnachten kann also kommen.
Ach, und hatte ich den Hund schon erwähnt?

Wenn es euch gefällt dann nutzt die Chance und springt in den Lostopf für ein eBook von „Wintermagie: Schneeflockenküsse und Sternenstaub“.

Was ihr dafür tun müsst?

Einfach die Frage bis zum 11.12.2018* hier oder auf Facebook als Kommentar beantworten.

Nick greift nach einem Keks, ausgerechnet einen welchen Susi besonders mag, was ist das für ein Keks?

Die Gewinner werden hier und auf Facebook am 13.12.18* bekannt gegeben und sollten sich innerhalb von 3 Tagen bei mir melden, ansonsten wird neu ausgelost.

Das Rechtliche:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Ich übernehme keine Haftung bei Postverlust – Ihr erklärt euch damit einverstanden, dass eure Daten eventuell an den Sponsor des Gewinnspiels weiter gegeben werden
  • Postanschrift in Deutschland haben (zählt nicht bei reinen eBook Gewinnspielen)
  • Seid 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern, das ihr eure Daten rausgeben dürft.

*Änderungen vorbehalten

 

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