Vampirwaschbaers Wahnsinn

Gedankenfreitag – Wenn die Angst und der Kopf das Essen beherrschen

Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich habe Angst vor Essen. Ich weiß so sehe ich nicht aus, aber es ist so.

Ich habe schon immer wenig gegessen und grade Obst und Gemüse hab ich als Kind schon vermieden. Okay Apfel und Banane war mal drin, aber auch nicht so oft. Fragt mich bitte nicht, wie ich das gemacht habe. Irgendwie hat es geklappt.

Als das 2016 die Diagnose Fruktose Intoleranz kam, hab ich das Essen aufgehört. Außer Toastbrot mit Wurst und Käse hab ich nichts mehr gegessen und ab und an mal Nudeln.

Inzwischen traue ich mir wieder etwas mehr zu, also zu Essen. Vor allem als letztes Jahr kam, das ich doch keine Intoleranz habe, der Test wurde falsch gemacht, bzw. zu viel Fruchtzucker zum Testen genommen. Keine Ahnung, auf jeden Fall habe ich keine.

Jetzt könnte man ja annehmen „Mensch jetzt kann sie ja wieder alles essen“. Könnte ich theoretisch, aber praktisch ist da eine verdammt große Mauer namens Angst. Mein Problem ist einfach, das ich durch die Magenprobleme auch Angst habe, das ich was esse, was ich nicht vertrage. Auch das ich 2 Jahre die Angst vor allem an Essen, welches Fruktose enthalten könnte, hilft null beim Abbauen der Angst.

Ich werde immer wieder gefragt was ich esse. Ja das ist eine gute Frage. Zwischen durch habe ich gekocht, auch mal einen Auflauf gemacht. Viel Auswahl gab es trotzdem nicht. Nudeln und Brot mein ständiger Begleiter. Doch dann kam Anfang des Jahres die Angst vor meinem Backofen und Herd dazu. Er riecht komisch und ich denke er schmort, wird brennen, keine Ahnung mein Kopf baut da unglaubliche Sachen zusammen. Ich habe es nach einem Monat geschafft mich an den Herd zu wagen. Beim zweiten Mal hat es wieder extrem gerochen und in meinem Kopf haben sich noch andere Sachen abgespielt das ich mich an das Teil traue.

Bild von Pixabay.com

Und nun kommt wieder die Frage: „Was isst sie eigentlich?“. Ja, manchmal frage ich mich das auch. In der Maßnahme esse ich meist Nudeln, weil hier für uns gekocht wird. Mal probiere ich auch was, aber da muss ich wirklich einen guten Tag haben. Mag ich das Essen nicht gehe ich rüber zu Kaufland und hole mir ein Brötchen zum Beispiel.

Mir ist völlig bewusst, dass ich gesünder essen muss, ich möchte es eigentlich auch. Ich hasse meine Blockade, dass ich mich nichts traue. Das diese Angst mich so einschränkt. Wenn ich dann doch mal ein Salat versuche oder keine Ahnung kann ich nur minimal davon Essen und dann wird mir schlecht, das hatte ich als Kind schon. Mein Gedanke war schon das ich es mal mit Smoothies probiere, weil das teilweise besser geht, also das Trinken statt dem Essen. Aber wenn es zu viel wird, wird mir davon auch schlecht. Ich weiß nicht wieso das so ist, aber ich weiß, dass es mich irgendwie nervt.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich mich Frage, ob ihr nicht Tipps habt. Vielleicht gibt es Mütter unter euch die ihren Kindern dieses „Gesunde Zeug“ auch schmackhaft machen müssen. Oder vielleicht Ideen für Smoothies. Oder wie man was eventuell kochen könnte, wenn ich mich wieder an den Herd traue. Vielleicht kennt ihr auch Rezepte für Mikrowellen Gerichte, ich ärgere mich immer noch das ich meine Kochbücher zu dem Thema weggegeben habe.

Dass ich das öffentlich Schreibe so wie es genau ist, ist grade ein extremer Schritt. Aber ich will einfach was ändern und das mit eventuellen kleinen Stepps. Daher würde ich mich über jede Idee oder Tipp einfach freuen.

4 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    hm, seien wir mal ehrlich….bei dem riesig Glas Smoothies siehe Abbildung oben…also voll gesund…ginge es mir ähnlich wie Dir…..ängstlich bis ablehnend..

    So das einfach mal zum Start…wieso versuchst Du es nicht mit kleinen….vielleicht auch kleinsten Portionen…Richtung Schnapsglasgröße….wenn Du da in Richtung Smoothies..gehen möchtest.

    Meiner Erfahrungen….weniger ist manchmal mehr…geht doch einfach mal in die Obst-und Gemüseabteilung und schau was es so alles gibt…oder was gerade Saison hat…

    Kohlrabi….z.B. schälen…kann man gut roh essen….vielleicht mit etwas Quark….oder auch gekocht …

    Ich hoffe, dass hilft Dir etwas weiter…..

    LG..Karin…

    1. In klein hab ich auch schon überlegt, ich hab mir diese Quetschies für Babys geholt, ganz wenig kann ich davon auch „essen“.
      Schnapsglasgröße hört sich eigentlcih echt gut an auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, gute Idee =)

      Und ja durch die Gemüseabteilung geh ich öfters und dann denke ich mir „Wenn ich das dann doch nicht mag ist das Geld raus geschmissen und ich schmeiß es weg“ und das blockiert mich dann auch. Aber ich weiß auch das ich es ohne probieren nie hin bekomme.

      Danke für deine Worte, grade das ich mit den Smoothie nicht ganz alleine wäre 🙂

  2. Hey! Erst Mal Hut ab, dass du dich traust darüber zu schreiben! Das ist schon Mal ein riesen Schritt. Beim lesen kamen mir 2 Sachen in den Kopf.
    1. Klingt das für mich wie eine Angststörung. Diese surrealen Gedanken/Ängste, was dir auch bewusst ist, du aber nicht kontrollieren kannst. Und hält diese Blockaden. Da wäre eine Therapie natürlich sinnvoll.

    Und 2. Halte ich es auch nicht für unwahrscheinlich, dass du wirklich eine Krankheit hast. Sei es Intoleranzen, Reizdarm, ein Bakterium und und und. Die Möglichkeiten sind unendlich.

    Beide meine Gedanken können aber nur Ärzte feststellen und behandeln. Ich bin definitiv kein Arzt und möchte dir nur sagen, was mir in den Sinn kam als ich dies las.

    Den 1. Schritt hast du auf jeden Fall schon gemacht: du möchtest was ändern! Und Ärzte finde ich sollten dabei ein Teil sein, neben dem was du jetzt tust: Lösungen und Methoden zu finden.
    Ich hoffe du findest deinen Weg diesbezüglich!
    Was vielleicht was wäre wäre ein ernährungstagebuch. Was du wann gegessen hast und wie es dir damit und vor allem danach ging. Hat’s dir geschmeckt, ging es dir danach schlecht? So könntest du mit etwas Mut mehr Sicherheit erlangen was du essen kannst und was nicht.

    Liebe Grüße

    1. Danke für deine Worte.
      Hätte ich alles geschrieben wäre das hier wohl explodiert. Aber die Ärzte sind der Meinung ich bilde mir alles einfach nur ein und da ist ja nichts, ich hab langsam das Gefühl die hören nicht zu…
      Und meiner Therapeutin wollte ich noch schreiben, da kann ich leider zur Zeit nur die Akutsprechstunde nehmen, weil Therapie ist durch und da sind wir auch auf die Ängste eingegangen, aber andere.
      Das mit dem Ernährungstagebuch werde ich wohl wieder mal in Angriff nehmen, auch wenn ich es hasse, aber du hast Recht es könnte Mut und Sicherheit auf dauer bringen. =)

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