Vampirwaschbaers Wahnsinn

Novemberkalender Türchen 22 – Sameena Jehanzeb + Gewinnspiel

Türchen 22 geht heute online und Sameena Jehanzeb hat sich meinen Fragen gestellt. Ich find die Antworten echt interessant und ich hoffe euch geht es auch so.

 

Hallo Sameena, vielen Dank das du dir Zeit für uns nimmst. Für die Leser die dich noch nicht kennen, magst du dich einmal kurz vorstellen?

Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. 🙂
Also wer bin ich? Mein Name ist Sameena Jehanzeb, ich bin Fantasyautorin, Vollblutkünstlerin und mein Kopf ist immer voller Geschichten. Von Beruf bin ich eigentlich diplomierte Grafikdesignerin & Illustratorin und seit gut 13 Jahren damit selbstständig. Im Herzen war ich aber schon immer auch ein Schreiberling, habe aber erst sehr spät angefangen es mit anderen zu teilen. Ich sehe mich selbst als kreative Rundumschleuder, weil bei mir die Grenzen zwischen Beruf und Hobby immer wieder verschwimmen. Hinzu kommt dann noch ein Hang zum Sarkasmus, der mir so manchen Wahnsinn des Alltags versüßt.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Du hast ja eher mit Illustration und Grafikdesign angefangen, wie ist der Umschwung zum Schreiben gekommen? Oder war die erste Veröffentlichung einfach nur später?

Also, einen Umschwung gab es nicht. Ich schreibe schon Geschichten, seit ich als Kind das ABC kennengelernt habe und davor habe ich sie im Kopf immer wieder mit imaginären Figuren durchgespielt. Ich habe aber nie wirklich vorgehabt meine Texte zu veröffentlichen. Dafür bin ich zu selbstkritisch und stehe mir dabei auch gerne selbst im Weg. Dass es nun doch so gekommen ist, liegt an ein paar ebenso talentierten wie kritischen Freundinnen, die als Lektorinnen und Übersetzerinnen seit Jahren im Verlagswesen arbeiten. Die haben irgendwann gesagt: „So, Sam, das geht jetzt an die Verlage raus. Das ist zu gut für die Schublade“. Das erste Manuskript habe ich dann nach viel zögerlichem Hin und Her rausgeschickt, nur um später sagen zu können, „Leute, ich habe es versucht und es hat nicht geklappt.“ Wie man siehst ist der Schuss ein bisschen nach hinten losgegangen, worüber ich jetzt natürlich nicht traurig bin. Autorin zu werden ist nur so ähnlich wie der Wunsch Astronautin zu werden. Man träumt davon, aber man rechnet nicht damit, dass der Traum mal in Erfüllung geht. Zumindest nicht, wenn man derart selbstkritisch und mitunter zynisch ist wie ich es bin. Ich habe den Tritt von außen gebraucht, von Menschen, denen ich in ihrer Kritik vertrauen konnte. Dafür werde ich ihnen für immer und ewig dankbar sein. Ohne sie würde das Schreiben meiner Geschichten zwar weiterhin viel Spaß machen, aber ihr würdet sie nie zu lesen bekommen.
Astronautin würde ich übrigens noch immer gerne werden, falls da jemand Connections hat … 😀

BRÏN war ja dein erstes Buch oder? Magst du erzählen worum es geht und wie du auf die Idee gekommen bist?

Das war mein Debütroman, genau, und eigentlich sollte der nur eine Kurzgeschichte für meine damalige Schreibgruppe werden. Aber –wie so oft bei mir – immer wenn ich Kurzgeschichten etwas überarbeiten und finalisieren will, artet es aus. Im Falle von BRÏN auf irgendwas um die 170.000 Worte. Die ursprüngliche Idee war, dass Juno durch ein Raum-Zeit-Portal in die fremde Welt gezogen wird und sich dort irgendwie zurechtfinden muss. Sie sollte dort den Dieb Dazeem treffen und einen Nachfolger für den kürzlich verstorbenen König finden. Von dieser ersten Idee ist BRÏN nun deutlich weit entfernt, auch wenn der Sturz durch das Portal und andere kleine Elemente geblieben sind – nur eben völlig anders und viel komplexer als zu Beginn. Dazeem wurde gestrichen, dafür kamen Kamika, Erigen, Lorden, Kassia, Jeanne D’Arc und Jack the Ripper dazu. Während die Kurzgeschichte eine schlichte Fantasygeschichte war, ist der Roman ein wilder Genremix aus viel Fantasy, Krimi und einem Hauch Science-Fiction geworden. Nebenbei ist noch eine Prise Romantik mit eingeflossen, sowie Bezüge zu unserer echten Geschichte – wie man an Jeanne D’Arc und Jack the Ripper erkennt. Es gibt daher auch mehrere Handlungsstränge, die nach und nach zusammenlaufen. Ich tue mich aber immer extrem schwer damit, dieses Buch vernünftig zu beschreiben. Das Exposé dazu hat mich damals auch fast in den Wahnsinn getrieben!

Es ist noch gar nicht lange her, dass dein zweites Buch Winterhof erschienen ist, magst du uns darüber auch was erzählen?

Gerne. Winterhof ist eine düstere Märchenadaption von Hans-Christian Andersens Die Schneekönigin. Oder vielmehr ist meine Geschichte eine Art Fortsetzung dieses Märchens, da sich Winterhof in unserer Gegenwart abspielt und eine Nachfolgerin von Andersens Schneekönigin beschreibt. Im ursprünglichen Märchen hat die Schneekönigin selbst kaum eigene Auftritte. Man erfährt eigentlich nichts über sie und ihr Leben, was ich immer sehr schade fand, da mich ihre Figur viel mehr interessiert hat als Gerda und Kai. Ich wollte einfach mehr über die Schneekönigin wissen, habe über die Jahre hinweg immer wieder an sie gedacht und ihr schließlich mit Winterhof selbst eine Geschichte gegeben. Die ist recht bitter und melancholisch geworden – ganz anders als das hoffnungsvolle, fast utopische BRÏN – und beschäftigt sich mit den schmerzlichen, unbarmherzigen Seiten des Lebens, mit den Entscheidungen die wir treffen, den Opfern die wir bringen müssen – ob wir das wollen oder nicht. Ich betrachte Winterhof wie eine traurige Melodie: schön und irgendwie zärtlich, aber man hört sie mit einer Träne im Augenwinkel und genießt das Leid.

Werden wir noch mehr über Winterhof lesen können oder ist dieses Buch alleinstehend?

Das Buch ist alleinstehend. Es wird vielleicht noch eine Kurzgeschichte geben, die den Winterhof aufgreift. Die wird dann aber in eine andere Richtung gehen und keine Fortsetzung sein. Ich glaube, dass eine Fortsetzung die Wirkung von Winterhof zerstören oder zumindest verwässern würde. Aus demselben Grund habe ich mich auch dagegen entschieden das Buch auf 300 Seiten aufzublähen. Ich weiß, dass sich ein paar Leserinnen mehr Seiten gewünscht haben, ich glaube aber auch, dass sie mit dem Ergebnis nicht so mitgelitten hätten und nicht so zufrieden mit dem Buch wären, wenn ich diesen Wunsch erfüllt hätte.

Gibt es noch etwas, was du den Lesern gerne sagen möchtest?

Danke! 😀
Und jetzt mit zwei, drei Worten mehr: Ich habe keine Ahnung, wohin mich diese schriftstellerische Reise noch führen wird, aber es ist wunderschön, dass ihr mich dabei begleitet. Die Erfahrung, dass ich euch mit meinen Geschichten berühren kann, ist unvergleichlich. Ich wusste mein Leben lang wie es ist Leserin zu sein und nun weiß ich, dank euch, wie es ist Autorin zu sein. Ich wünsche mir, dass ich noch ganz viele von euch kennenlerne und dass ich euch auch in Zukunft mit meinen Geschichten verzaubern kann.

Na seid ihr neugierig geworden? Heute könnt ihr ein eBook von Winterhof gewinnen. Falls ihr mehr über Sameena wissen mögt, schaut auf ihrer Homepage vorbei.

Was ihr tun müsst?

 Einfach die Frage bis zum 24.11.2018* hier oder auf Facebook als Kommentar beantworten.

Winterhof ist eine Märchenadoption, wie heißt das Original-Märchen und wer hat es geschrieben?

Die Gewinner werden hier und auf Facebook am 26.11.18* bekannt gegeben und sollten sich innerhalb von 3 Tagen bei mir melden, ansonsten wird neu ausgelost.

Das Rechtliche:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Ich übernehme keine Haftung bei Postverlust – Ihr erklärt euch damit einverstanden, dass eure Daten eventuell an den Sponsor des Gewinnspiels weiter gegeben werden
  • Postanschrift in Deutschland haben (zählt nicht bei reinen EBook Gewinnspielen)
  • Seid 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern, das ihr eure Daten rausgeben dürft.

*Änderungen vorbehalten

 

11 Kommentare

  1. Hallo! Es ist eine märchenadaption zu Die Schneekönigin von Hans-Christian Andersens. Vielen dank für die nächste tolle gewinnchance! Liebe grüsse

  2. Hallöchen,
    Ich Mag Märchenadaptionen. Immer Interessant was die Autoren daraus machen.
    Winter passiert auf dem Märchen Die Schneekönigin 😉
    LG Angela K.

  3. Hi,

    „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen stand für die Adaption Pate. Eins meiner liebsten Märchen, gerade zur Weihnachtszeit.

    Danke für die tolle Chance

    Liebe Grüße

    Tanja Sch,

  4. Es ist eine düstere Märchenadaption von „Die Schneekönigin“ geschrieben von Hans-Christian Andersens.

    Es hört sich spannend an 😀

    Und auch der Werdegang wie man zum Autorendasein gekommen ist, finde ich richtig interessant 🙂

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